„Der Krieg ist eine Todesursache“

Unser Leben wechselt zwischen Front und Baracken. Der Tod ist mittlerweile zum Alltag geworden. Um mich herum sterben dauernd Kameraden. Jeder von uns hier denkt nur ans Überleben. Wir sind eine Brüderschaft verzweifelt stehen wir einander bei. Wir diskutieren ob es richtig sei, dass Tjaden bei einem gemeldeten Angriff, hastig seine Erbsensuppe löffelt. Solche Dinge sind Probleme für uns, sie sind uns ernst, und es kann auch nicht anders sein.

Erich Maria Remarque: Im Westen nichts Neues, erschienen 1929, 5. Auflage, Verlag Kiepenheuer und Witsch, Köln 2014, S. 239-242.